Buchenbach
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SLS (Selektives Lasersintern)

 

Funktionsweise:

 

Beim SLS Verfahren wird das Bauteil wie beim FDM Verfahren Schicht für Schicht aufgebaut. Der Unterschied liegt darin, dass das Material pulverförmig vorliegt und mittels eines Laserstrahls punktuell aufgeschmolzen wird. Nach jeder Schicht wird die Bauplattform um 0,1 mm abgesenkt und neues Pulver aufgetragen. Nichtverschmolzenes Pulver dient als Stützmaterial für überhängende Strukturen. Dies ermöglicht das Herstellen nahezu jeder geometrischer Gestalt. Beispielhaft hierfür stehen Hinterschneidungen oder gekrümmte Hohlräume, welche sich oft durch mechanische oder gießtechnische Verfahren nicht herstellen lassen. Nach dem Druck werden die Bauteile entnommen und von losem Pulver befreit.

Vorteile

 

  • hohe Festigkeit 
  • keine Stützstruktur notwendig
  • für Kleinserien tauglich
  • chemische Beständigkeit
  • gute Reib- und Gleiteigenschaften

Nachteile

 

  • leicht rauhe Oberfläche
  • momentan ausschließlich PA12
  • oft teurer als FDM
Kenngrößen
Maximaler Druckbereich 110 x 110 x 110 (mm)
Material PA 12 (Nylon) Polymer- Kunststoff
Material Datenblatt PA 12
Nachbearbeitung alle bei uns verfügbaren Nachbearbeitungsverfahren möglich
Preis richtet sich nach Volumen ( ab ca. 0,80 Euro/ cm³)

Anwendungsmöglichkeiten:

 

Das Selektive Lasersintern (SLS) ist in der Industrie das am häufigsten verwendete Verfahren. Aufgrund der hervorragenden Eigenschaften von Nylon (PA12) eignet sich das Lasersintern für zahlreiche Anwendungen. Größere Bauteile können von uns in mehrere Teile zerlegt und nach der Herstellung wieder zusammengeklebt werden. Das bedeutendste Einsatzfeld ist das Rapid Prototyping. Für Funktionsbauteile ist abzuwägen, ob hohe Flexibilität wünschenswert ist oder ob ein steiferer Werkstoff besser geeignet ist. Doch auch hier ist Nylon oft die erste Wahl. Auch im Modellbau erfreut sich das Lasersintern immer größerer Beliebtheit, da hierbei eine hohe Festigkeit des Werkstoffes erwünscht ist (z.B. bei mechanischen Komponenten). Weitere Einsatzgebiete sind Anschauungsmodelle und Architekturmodelle.

Nachbearbeitung:

 

Nylon lässt sich gut durch abrasive und zerspanende Verfahren nachbearbeiten. Wir bieten Ihnen hierzu das geeignete Verfahren an, je nach Anforderung an das Bauteil. Um eine bessere Oberflächengüte zu erhalten, können auf Wunsch Werkstücke gerüttelt und / oder von Hand nachgeschliffen werden. Erforderliche Maßhaltigkeiten, welche die Toleranz des Verfahrens nicht einhalten kann, können nach Absprache mechanisch nachbearbeitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, durch das Integrieren von Normalien wie Gleitbuchsen, Passstiften, Gewindeeinsätzen etc. die Belastbarkeit und die Maßhaltigkeit zu geringen Mehrkosten zu optimieren. Für besondere optische Ansprüche oder um das Bauteil beständiger gegenüber äußeren Einflüsse zu machen, können wir Ihr Produkt in unterschiedlichen Farben lackieren oder infiltrieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Verfahren für Ihr Projekt am geeignetsten sind, sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

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